Das ist ja unglaublich, wie weit zurück der letzte
Eintrag liegt. Es ist ja allerhöchste Zeit, unser Tagebuch
wieder auf den neusten Stand zu bringen. Am Sonntag war in
Tinwald, einer Nachbargemeine von Ashburton "Santa
Parade". Da zugleich im örtlichen Freilichtmuseum
allerlei los war, unter anderem verkaufte Dave mal wieder seine
Hot Dogs und Chips, beschlossen wir da mal vorbeizuschauen. Beim
Umzug marschierten verschiedene Vereine mit und alle
möglichen Landwirtschaftsmaschinen und Autos, die schon
einige Jahrzehnte auf dem Buckel haben und/oder mit Dampf
betrieben werden, durften auch mitfahren. Ganz am Schluss fuhr
dann noch Santa Claus mit. Wir fanden beide, dass Ende November
noch ein bisschen zu früh im Jahr ist für ihn. Nach dem
Umzug wurden dann die Landwirtschaftsmachinen im Plains Museum
vorgeführt. Es war zwar recht interessant den Maschinen
zuzuschauen, aber so wirklich alt waren sie ja nicht. Ein
dampfbetriebener Drescher war zum Beispiel nur so alt wie
Grossmami. Ausser den Maschinen gab es noch eine
Steptanzvorführung, verschiedene Musiker traten auf und man
konnte in alten Zugwagen, die von einer Dampflokomotive gezogen
werden, mitfahren. Früher fuhr der Zug einmal bis nach Mount
Somers, aber jetzt geht's nur noch einige hundert Meter weit.
Die Fahrt mit dem Zug war zwar nicht sehr spannend, dafür
beeindruckten uns die Zugsitze, die sich so umkippen liessen,
dass man die Zugsabteile beliebig in 2er und 4er Abteile
verändern konnte. Natürlich schauten wir uns auch noch
das Freilichtmuseum an. Eine Strasse, so wie sie Anfangs 20.
Jahrhundert ausgesehen haben mag, wurde mit allen möglichen
Läden, Häusern, der Kirche und einem Bahnhof aufgebaut.
Naja, an den Ballenberg kam es ja nicht gerade heran. Auf dem
Heimweg Lutz übrigens zwischen Ashburton und Mount Somers
seinen 200'000sten Kilometer feiern. Wir wünschen ihm
alles Gute für die nächsten 200'000!
Am folgenden Freitag begann Nicole mit dem Malen eines Wandbildes auf den einen Container in Dave und Yvonnes Garten. Es wird eine mexikanische Wüstenszene sein, da in der selben Gartenecke dann noch Kakteen gepflanzt werden und im März dort ein Brotofen gebastelt wird, der anscheinend mexikanisch aussieht. Bilder des Bildes werden natürlich in Bälde in unserer Galerie zu sehen sein.
Am Freitag Nachmittag gingen wir mal wieder spazieren. Nach
drei Weidegatter, die wir öffnen und wieder schliessen
mussten und einigen Schafen, die wir von der Strasse vertreiben
mussten, parkierten wir unseren Lutz auf dem Woolshed Creek
Parkplatz des Mount Somers Subalpine Walkways. Unser Spaziergang
führte zu Kohleminen, die seit Mitte des 20. Jahrhunderts
geschlossen sind. Entlang des Wanderweges gibt es Schilder, die
über den Kohleabbau in Mount Somers informieren. Von den
Kohleminen führte uns ein extrem steiler und steiniger Weg
zurück zum Woolshed Creek hinunter. Dann wanderten wir dem
Bach entlang wieder Richtung Lutz. Um nicht den selben Weg wie
auf dem Hinweg zu nehmen, mussten wir dann nach einiger Zeit den
Woolshed Creek überqueren. Das war allerdings gar nicht so
einfach. Dort wo der Wanderweg hinüberführt, war das
Wasser nämlich recht reissend und die Steine spärlich.
Didi war schon drüber, als Nicole ihn wieder
zurückrief, weil sie sich nicht zu springen getraute. Als
sie dann allerdings feststellen musste, dass sie wohl keine
andere Wahl hat, weil es weder weiter oben noch weiter unten eine
bessere Stelle gab, nahm sie allen Mut zusammen und sprang
ebenfalls. Im Nachhinein fand sie es gar nicht so schwierig. Auf
der anderen Bachseite änderte dann die Vegetation von Urwald
zu Büschen. Kurz vor dem Woolshed Creek Parkplatz mussten
wir dann den Bach nochmals überqueren. Dieses Mal waren die
Steine noch spärlicher, dafür das Wasser seichter, so
dass wir schliesslich die Schuhe auszogen und hinüber
wateten. Der Spaziergang oder eventuell eher die Wanderung war
wunderschön und wir freuen uns darauf, endlich den ganzen
Walkway zu wandern (bald auf diesem Sender).